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Kranevo

Aus verschiedenen Gründen verschlug es uns 2025 nicht in die Berge sondern ans Schwarze Meer. Genauer gesagt nach Kranevo. Ich muss zugegeben, dass es nicht meine erst Wahl wäre. Da die letzten Vorschläge für Urlaubsziele von mir kamen, war es nur fair, dass der Vorschlag meiner Freundin gehör fand.
Wenn man sich die Webseiten zu Urlaub in Kranevo ansieht, kommt hier eigentlich nur Baden in Betracht – nicht wirklich mein Favorit. Aber egal! Flug und Unterkunft waren gebucht – es gab kein zurück mehr.

Karte Kranevo

Kranevo (Кранево)

In Kranevo

Unser Urlaubsort besitzt den Charm einer (sehr) kleinen ländlichen Stadt (um nicht Dorf zusagen). Die Fernverkehrsstraße E87 teilt Kranevo in 2 Bereiche. Im östlichen Teil, zum Strand hin, befinden sich der Großteil aller Hotels bzw. werden gebaut. Die zu den strandführenden Straßen sind gesäumt von Restaurants, Wechselstuben, Supermärkten und leider auch von verlassenen Gebäuden und Hotels. Der Bereich westlich der E87 ist weniger touristisch erschlossen. Es gibt zwar auch hier eine große Hotelanlage. Jedoch wurde diese seit Jahren nicht mehr genutzt, auch wenn sie einen gepflegten Zustand zeigte. Die Hotelanlage grenzt an weitere Garten-, Wohn,- oder Urlauberanlagen. Genau zu erkennen ist es nicht, da die Bebauungen einfach und wenige sind. Aber man hat einen sehr schönen Ausblick auf die Umgebung und das Meer. So hat dieser Ortsteil wiederum seinen eigenen Charme.
Das Prachtstück des Ortes ist der Kilometer lange, gelblich golden schimmernde Sandstrand. Dieser lädt förmlich zum Baden ein.

Der Strand bei Kranevo
Der westlich Teil von Kranevo

Ivzora - unserer Lieblingsrestaurant

Am ersten Tag aßen wir im Restaurant Ivzora. Bewusst entschieden wir uns nicht für das Restaurant – mehr aus der Not heraus. Es waren kaum Gäste zu finden – ein einziger Tisch war belegt. Jedoch freuten wir uns über die Chance der freien Tischwahl, da wir es auch schon anders erlebten. Die Bedienungen waren sehr aufmerksam und kamen sofort auf uns zu, reichten uns die Karte. Das Angebot war überwältigend. Verschiedenste Fleisch und Fischgerichte, aber auch Muscheln aus dem Schwarzen Meer (laut Karte) erschwerten die Auswahl. Uns gefiel es hier so sehr, dass wir bis auf einen Abend immer Ivzora besuchten.

Warna (Варна)

In Warna

Geplant war der Besuch von Warna mit dem Bus. Wir fanden zwar eine Bushaltestelle jedoch keinen Fahrplan. Auch ein Blick ins Internet brachte uns nicht weiter. So entschlossen wir (notgedrungen) mit dem Taxi nach Warna zu fahren - in Deutschland unbezahlbar, jedoch hier weit aus günstiger. Wir bezahlten für die knapp 35km rund 50 Lewa (ca. 25€) pro Tour. Unser Fahrer setzte uns direkt an der Einkaufspromenade ab und gab uns noch ein paar Tipps, was wir besuchen könnten. Da wir gar nicht so viel Zeit hatten alles zu besichtigen, entscheiden wir uns für die Besichtigung der Muttergottes-Kathedrale und des Meeresgartens. Die römische Therme und das Marinemuseum besichtigten wir nur im „vorbeigehen“ , da beide auf dem Weg zu Mr. Baba lagen (Ein Restaurant in Schiffsform). Für einen Besuch im Delphinarium, Zoo oder des Aquariums war leider keine Zeit mehr übrig.

Balschik (Балчик)

Abends in Balschik

Ein Abend besuchten wir Balschik, das rund 12 km entfernt von Kranevo liegt. Auch für diese Fahrt nutzten wir wieder ein Taxi. Besuch ist eigentlich zu viel gesagt. Wir flanierten nur entlang der wunderschönen Strandpromenade und aßen etwas. (Ein Abendessen am Meer bietet eine ganz besondere Stimmung.) Den ganzen oberen Teil der Stadt einschließlich des Schlossparkes und des Sommerschlosses haben nicht zu Gesicht bekommen. Es waren vier angenehme und erholsame Stunden gespickt mit etwas mediterranen Flair.



Wir gingen in diesen Urlaub ohne Erwartungen. Zu viel „Unbekanntes“ kam auf uns zu (Flug, Menschen, Sprache, Transfer zum & vom Flughafen).
Wieder zurück in Deutschland können wir sagen, dass alle Zweifel oder Bedenken unnötig waren. Die Menschen waren durchgehend freundlich und hilfsbereit. Auch die Sprache stellte kaum ein Hindernis dar, da viele Einheimische Deutsch sprechen. Warum die deutsche Sprache hier so weit verbreitet ist, haben wir nicht leider herausgefunden. Am Ende waren wir uns trotz aller Bedenken einig: es war ein schöner und erholsamer Urlaub! Eine Empfehlung für alle Badeurlauber!