Bayern

Da immer Begehrlichkeiten zu Dingen entstehen, die man nicht besitzt. Zog uns dieser Urlaub in Richtung Berge. (Für Hamburg ist alles über 100m schon gewaltig). Meine Eltern schwärmten immer vom Königssee. Wir kannten es nur von Erzählungen und Bildern. So entschlossen wir uns den Sommerurlaub „in den Bergen“ zu verbringen. Wir wohnten in einer kleinen Pension ca. 1km vom Königssee entfernt. Auch wenn wir es nicht gewohnt waren, konnte man diese Stecke bequem laufen. Alternativ war es möglich ein öffentlichen Bus zu nehmen, da für Urlauber diese kostenlos sind. Ausflugsmöglichkeiten waren im Überfluß vorhanden und schnell stellten wir fest, dass weniger mehr ist. Daher beinhaltete unser Ausflugsplan auch nur „ein größeres Ziel“ pro Tag.
Der 1. Tag stand unter dem Motto kennenlernen. Wir wollten uns mit der Umgebung vertraut machen. Bedingt durch das noch nicht so gute Wetter beschlossen wir Berchtesgaden und das Salzbergwerk zu besuchen. Leider konnten wir zu diesem Zeitpunkt die Berge nur erahnen. Eine tiefe Wolkendecke und Regen versperrte uns die Sicht. Nur sehr kurz zeigte sich ab und zu die Silhouette der umgebenden Berge. Aber der Wetterbericht versprach Besserung für die nächsten Tage!

 

Am Bayern: Bild 1 von XXX nächsten Tag wollten wir (mehr ich) das Kehlsteinhaus besuchen. (Geschichtliches und Informatives findet man hier: Wikipedia / Webseite). Leider zeigte sich, dem Wetterbericht trotzend, nicht die Sonne. Das Kehlsteinhaus war eher Grau in Grau verhangen. Wir hofften aber auf Wetterbesserung und entschlossen uns trotz des Regens die Reise zu wagen. Mittels Bus (die Haltestelle war nicht einmal hundert entfernt) fuhren wir bis zur Haltestelle Dokumentation Kehlstein. Von dort lösten wir Karten, um mit den Bus fast bis zum Kehlsteinhaus zu fahren. Wir hätten laufen können, aber angesichts unserer Konstitution riet unserer Bauchgefühl davon ab. Die Steigung war beeindruckend, daher kommen auch angepasste Busse zum Einsatz. Angekommen mußte man seine gewünschte Rückfahrtszeit angeben und hatte dann entsprechend Zeit zur Verfügung. Bis jetzt hatte sich das Wetter leider nicht gebessert. Alles war in einen grauen Schleier gehüllt, gemischt mit Regen. Im Aufzug ging es hoch zum Kehlsteinhaus. Unser Ziel war der Gipfel des Kehlsteins – leider begleitete uns immer noch Regen. Zu unserer Verwunderung wurden wir sogar von einem Eisschauer überrascht.  Nach diesem Schauer war uns da Glück hold und man konnte sehen, wie es sich langsam aufklarte. Wir stärkten und wärmten uns im Restaurant bei Kaffee und Kuchen auf. Als Belohnung empfing uns nun ein herrlicher Blick ins Berchtesgadener Land! Die 3 Stunden Aufenthalt verflogen buchstäblich.
Da es gerade einmal früher Nachmittag war, entschlossen wir uns der Empfehlung unserer Vermieterin zu folgen und noch eine Tour zum Hintersee zu machen. Ein echter Geheimtipp, wenn man Ruhe und Stille sucht. Bei einer Wanderung um den See fällt es einem leicht die Alltagssorgen zu vergessen und die Seele baumeln zu lassen.

Am Bayern: Bild 1 von XXX dritten Tag ging es auf 1884 m, auf den Jenner. Auch hier hat man die Wahl per Fuß oder bequemer per Seilbahn (Jennerbahn) den Höhenunterschied zu bewältigen. Wir entschieden uns für die sitzende Wegbewältigung, da wir bis zur Talstation liefen. Petrus hatte sich ein Herz gefasst und im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen schien schon am Morgen die Sonne und alles sprach dafür, dass dies auch für diesen Tag so blieb. Nach einer guten Viertelstunde Fahrt erreichten wir die Bergstation. Hier begrüßte uns eine herrliche Aussicht. Es wartete nur noch der Aufstieg auf die Jennerspitze. Ein schmaler Weg führte uns auf ein kleines Plateau. Von hier aus ging es über einen schmalen und recht steilen Weg direkt zu Spitze! „Ganz oben“ angekommen, bot sich ein fantastischer Ausblick auf den Watzmann, den Königssee und Berchtesgaden und entschädigte uns für jegliche Anstrengung. Hier oben kann man stundenlang sitzen und es wird einem nicht langweilig. Der Blick auf die umliegenden Berge änderte sich von Minute zu Minute. Einmal waren sie komplett in Wolken gehüllt. In der nächsten Minute war kein Wölkchen zu sehen - ein faszinierendes Schauspiel. Obwohl wir uns in fast 1900m Höhe aufhielten, waren die Temperaturen durch die Sonnenstrahlen äußerst angenehm.

Am Bayern: Bild 1 von XXX letzten Tag ging es per Boot über den Königssee. Da unsere Vermieter den Besuch der Fischunkelalm und des Röthbachfalls uns ans Herz legten, folgten wir dieser Empfehlung sehr gern. Gleich früh morgens machten wir uns auf den Weg. So daß wir mit einem der ersten Schiffe auf die andere Seite übersetzten. Nun ging es per Fuß zum Obersee. Hier offenbarte sich fast unberührte Natur und ein herrlicher Ausblick auf den See und die umliegenden Berge. Auch wenn der Weg an manchen Stellen beschwerlich war (für Flachlandratten wie uns), lohnt es sich diesen zu bewältigen. Wir taten es vielen gleich und kehrten auf der Almhütte am hinteren Obersee ein - eine einfache Hütte ohne Gastraum aber mit Bänken mit einem sehr übersichtlichen Angebot an Speisen und Getränken. Aber vollkommen ausreichend. Nach einer kleiner Stärkung ging es weiter zum Röthbachfall. Auf den Weg dahin trafen wir auf freilaufende (glückliche) Kühe. Man kann sich ihnen problemlos nähern und ganz mutige können sie auch streicheln (meine Freundin war so mutig). Ich war dann doch lieber der Fotograf.
So machten wir uns auf den Rückweg, da wir auf der Rückfahrt einen Stop bei der St. Bartholomä Kirche einplanten. Leider ging auch dieser Tag wieder viel zu schnell vorüber. Leider war hiermit der Aufenthalt am Königssee auch schon vorüber. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns in Richtung Schwangau auf
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Ich Bayern: Bild 75 von XXX wollte unbedingt das Schloß besuchen, welches nicht nur Weltbekannt ist, sondern auch Walt Disney als Logo nutzte (Schloss Neuschwanstein). Es ist wirklich ein malerisch schönes Schloss. Jedoch wurde es nicht vollendet, da König Ludwig II. vor Fertigstellung verstarb. Eine Führung fällt daher sehr kurz aus - sie dauert knapp 20 Minuten.

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